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St. Laurentius

 

Unsere Pfarrkirche St. Laurentius ist dem Schutzheiligen der Ewigen Stadt des Christentums geweiht. Er war eine der strahlenden Märthyrergestalten der Kirche Roms und ist einer der meist verehrten Heiligen in aller Welt.
Den Märthyrertod erlitt er 258 n.Chr., indem man ihn auf einen glühenden Rost warf. Er hatte sich als Erzdiakon geweigert, das Kirchenvermögen an den Präfekten herauszugeben, wie es der Christenverfolger Valerian gefordert hatte.

  • 1284 erstmalige Erwähnung der Pfarrei

  • 1428 damalige Holzkirche übersteht Feuersbrunst der Hussiten

  • 1634 Einäscherung durch die Kosaken, nur steinerne Sakristei bleibt verschont

  • 1730 Grundsteinlegung zum Bau der jetzigen Kirche

  • 1733 Fertigstellung des Barockbaus und Kirchenweihe

  • 1782 Fertigstellung des Kirchturmes

Die Kirche wurde aus der normalen Ost-West-Richtung gedreht, um in ihrer beeindruckenden Größe komplett auf Egerer Grund zu passen. Besonders sehenswert ist die gemalte Scheinarchitektur des Hochaltars, die aus der Erbauerzeit stammt. Das Egerer Wappen, von barockem Blattwerk umrahmt, symbolisiert die Zugehörigkeit zu Eger. Das Deckengemälde zeigt die Patrona Bavariae, wie sie einen Engel mit weißblauer Fahne nach Neualbenreuth hinunterschickt und den Ort unter ihren Schutz stellt, ein historischer Tatbestand, da nach Abschluss des Wiener Vertrages Neualbenreuth an die Bayerische Krone fiel. Das Deckenbild im Altarraum zeigt den Kirchenpatron während seines Martyriums.

Eine Besonderheit im Langhaus sind die beiden seichten Ausbuchtungen, wo sich wohl im Anklang an die Stiftskirche Waldsassen die überlebensgroßen Statuen der abendländischen Kirchenväter und großen Kirchenlehrer Augustinus, Ambrosius, Gregor des Großen und Hieronimus befinden.

 

Die „neue“ Orgel in der Pfarrkirche „St. Laurentius“

 

Kurz nach dem Bau unserer Pfarrkirche St. Laurentius (1733) wurde während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in ihr die erste Orgel mit mechanischer Technik installiert. Um das Jahr 1910 erneuerte man das komplette Innenleben durch ein pneumatisches Werk (arbeitet mit Luftdruck).

 

Dann hat sich herausgestellt: Pneumatische Orgeln sind sehr störanfällig und schwer zu spielen. Da ein solches Orgelwerk eine durchschnittliche Lebensdauer von 60 Jahren hat, musste nach gut 90 Jahren Einsatz jeden Augenblick damit gerechnet werden, dass das gesamt System zusammenbricht.

 

Im Februar 2002 wurde der Orgelbau-Verein gegründet. Nach mehreren Besichtigungsfahrten beauftragte der Kirchenrat die Firma Vleugels aus Hardheim bei Würzburg mit der Restauration der Kirchenorgel. Das Originalgehäuse sollte erhalten bleiben; aber um die zusätzlichen Register (Klangfarben) unterzubringen, wurde es verbreitert. Einige Register fanden ihren Platz im bisher stummen Rückpositiv in der Emporenbrüstung. Die Orgel hat jetzt 36 klingende Register und wird über drei Manuale (Klaviaturen) gespielt.
 

Am 16. Januar 2005 fand schließlich die feierliche Einweihung durch Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller aus Regensburg statt. Glanzpunkte setzten der Neualbenreuther Kirchenchor mit Orchester und Solistin bei der Uraufführung der „Missa brevis in B“ und dem „Laudate Dominum“ von W. A. Mozart. An der Orgel spielte Prof. Norbert Düchtel aus Regensburg.

 

Einzelheiten können Sie in der Festschrift nachlesen.

 

Für 4,50 € zuzügl. Porto zu bestellen in der Gäste-Information Neualbenreuth-Sibyllenbad, Tel. 09638 933-250.