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Kapellen

Wissenswertes zu einzelnen Punkten

Waldkapelle "Alter Herrgott"

Diese kleine Kapelle steht im Egerer Hochwald an einer Wegkreuzung. Benannt ist sie nach einer Holzfigur, Gott-Vater darstellend mit wallendem Bart, die Weltkugel in der Linken, die segnende Rechte erhoben. Die Figur und die Kapelle stammen aus dem 17. Jahrhundert.

Die Sage dazu erzählt, dass sich ein Ritter in der Wildnis des Tillenberges verirrt hatte und von Gott in Gestalt eines weißen Hirsches aus dem Wald herausgeführt wurde. Zum Dank dafür hat der Ritter diese Kapelle erbaut.

Lourdes Grotte

Die Lourdes-Grotte bei der Pfarrkirche St. Laurentius wurde 1907 unter Pfarrer Georg Weiß erbaut. Pfarrer Weiß schreibt im „Gedenkbuch für die Pfarrei Neualbenreuth“:

„Nach Mariä Himmelfahrt fing ich an, eine Lourdesgrotte zu bauen die am 10. November 1907 feierlich eingeweiht wurde. Wie der böse Feind immer seine Hand im Spiele hat, wenn Gutes geschaffen werden soll, brach während der feierlichen Andacht vor Übertragung der Lourdesstatue ein Brand aus im oberen Dorf. Alles lief davon, erst eine Stunde hernach konnte die Einweihung der Grotte erfolgen. So viele Gegner auch anfangs erstanden, so eifrig wird die Lourdesgrotte besucht. Für die Wohltäter und zu Ehren der Gnadenmutter wird jeden Samstag und Vorabend von Marienfesten der Rosenkranz in der Grotte gebetet, wenn nicht ohnehin eine Abendandacht in der Pfarrkirche stattfindet.“

Mögliche Hintergründe für die Erbauung:

  • Am 11. Februar 1858 erste Erscheinung Mariens in Lourdes, also 1908 der 50. Jahrestag.
  • Im Jahre 1907 führte Papst Pius X. ein Fest der Erscheinung Mariens in Lourdes für die ganze katholische Kirche ein.

Kapelle "Maria Frieden"

Kurz unterhalb des Grenzlandturmes steht die Kapelle „Maria Frieden“, die im Juni 1963 eingeweiht wurde. Sie drückt den Friedensgedanken in unmittelbarer Grenznähe aus. 1967 wurde vom Egerer Landtag rechts neben der Kapelle ein Ehrenmal für die Toten, Vermissten, Gefallenen und Opfer der Vertreibung errichtet.

Auf dem Gedenkstein ist folgende Inschrift zu lesen: Unseren Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung.“. Darunter ist das Wappen der Stadt Eger zu sehen. Die Kapelle steht stellvertretend für die dem Verfall preisgegebenen Wallfahrtsorte jenseits der Grenze.

Schönstatt-Kapelle

An der Straße zum Grenzlandturm in landschaftlich reizvoller Lage steht die kleine „Schönstatt-Kapelle“. Sie erhielt am 1. Mai 1978 den kirchlichen Segen.

Die Kapelle wurde von Familien an der Stelle erbaut, an der schon im Jahre 1968 der Schönstatt-Priester Kaplan Georg Frank einen Bildstock zu Ehren der dreimal wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt, errichtet hatte.
Schönstatt ist ein Marienwallfahrtort bei Koblenz am Rhein. Hier gründete Pater Josef Kentenich am 18. Oktober 1914 die inzwischen weltweit ausgebreitete Schönstattbewegung, eine marianisch-apostolische Erziehungsbewegung in der Kirche, die sich in besonderer Weise gerufen sieht, die Ergebnisses des zweiten Vatikanischen Konzils in gelebte Wirklichkeit um zusetzen.

Hier an der Grenze sind es Familien, die sich dem Erbe und Vermächtnis des Vaters und Gründers Pater Kentenlich verpflichtet fühlen. Die schmucke Kapelle steht allen offen, die in den Anliegen der Kirche und in persönlichen Bitten die Mutter des Herrn anrufen wollen.