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Bauliches

Wissenswertes zu einzelnen Punkten

Grenzlandturm

Der Grenzlandturm ist seit über 50 Jahren ein unverwechselbares Wahrzeichen der Marktgemeinde Neualbenreuth.

Er wurde nach dem ersten Spatenstich im Juli 1960 in der Verantwortung und unter Leitung der Sudetendeutschen Landsmannschaft Neualbenreuth und des Oberpfälzer Waldvereins Neualbenreuth am 4. Juni 1961 eingeweiht.

Auf den historischen Bildern aus der Bauzeit erkennt man, dass der Grenzlandturm das Werk vieler engagierter Bewohner von Neualbenreuth ist. Berge von Steinen und Erde waren mit Pickel und Schaufel in ehrenamtlicher Arbeit ausgehoben worden.

Die verantwortlichen Kräfte der Sudetendeutschen Landsmannschaft und des OWV – Josef Trißl, Hans Schraml, Christoph Reinl und Rudolf Nonner haben mit ihrer genialen Idee, in Neualbenreuth einen Aussichtsturm zu bauen, mit vielen Helfern und Spendern Großartiges geleistet.

Im Jahre 1982 wurde die Verantwortung für den Grenzlandturm auf breitere Fundamente gestellt und die ARGE Grenzlandturm gegründet.

Als Gründungsmitglieder sind vermerkt:
•    Marktgemeinde Neualbenreuth
•    Sudetendeutsche Landsmannschaft, Ortsgruppe Neualbenreuth
•    Egerer Landtag e.V.
•    Oberpfälzer Waldverein, Zweigverein Neualbenreuth e.V.

Seit 1984 gehört auch der Heimatverband der Marienbader Stadt und Land e.V. und seit 1995 auch der Fremdenverkehrsverein Neualbenreuth-Sibyllenbad e.V. der ARGE als ordentliches Mitglied an.

In den Jahren 2003 bis 2005 konnte wiederum durch das großartige Engagement vieler freiwilliger, ehrenamtlicher Helfer unter der Verantwortung des OWV Neualbenreuth mit seinem Vorsitzenden Walter Küblböck und dem Vorsitzenden der ARGE Grenzlandturm Richard Jechura in nahezu 6.000 Arbeitsstunden der baufällig gewordene Turmrundbau in architektonisch sehr ansprechender Form erneuert und vergrößert werden.

Seither bietet der Grenzlandturm Neualbenreuth neben einem weiten Blick ins Egerland und auf das Stiftland als Ausflugsziel mit seiner gemütlichen und einladenden Gaststube jährlich tausenden von Gästen nach Wanderungen, Spaziergängen und zu Vereins- oder Familienfeiern gemütliche Gastlichkeit mit Brotzeiten, Kaffee und Kuchen.

Auch für Ausflugsfahrten ist der Grenzlandturm eine gute Adresse.

Der idyllische Biergarten mit dem maßstabsgetreuen Nachbau des Tillenschutzhauses als ehemalige Schutzhütte des deutschen Alpenvereins, Sektion Eger, lädt die Gäste zum Verweilen unter schattenspendendem Baumbestand ein.

Das jährlich stattfindende Turmfest Anfang August bietet Gästen aus Nah und Fern eine gute Gelegenheit zur Unterhaltung und zum Feiern.

Über 82 Stufen erreicht man die Aussichtskanzel in 19 Metern Höhe. Der Rundblick über Egerland und Stiftland wird durch ein vorhandenes Tonbandgespräch ausführlich erläutert.

Wurde der Grenzlandturm fast 40 Jahre als Aussichtsturm für einen Blick hinüber über die Grenze nach Böhmen, ins Egerland genutzt, so ist er heute Ausflugsziel vieler Gäste und mahnender Zeigefinger dafür, dass Menschen im Herzen Europas sich nie wieder das in der Vergangenheit gegenseitig zugefügte Leid antun.

Neualbenreuther Sagenbrunnen

Der Brunnen wurde geschaffen von dem Bildhauer Günter Mauermann aus Weiden.

Gedanken des Künstlers zu seinem Brunnen:
Neualbenreuth liegt am Fuße des Tillenberges, um den sich ein Kranz von Sagen rankt. Deshalb habe ich den Tillen zum Brunnenthema gewählt. Der Brunnen zeigt den Berg durchbrochen und durchlässig.

Aus seinem Inneren taucht die sagenhafte Tillenstadt in all ihrer Pracht auf, dargestellt in einer Bronzeplastik auf der Spitze des Berges. Zu Füßen des Massivs kauert Sibylle, die weise Frau und Seherin. Die eingearbeiteten Höhlen und Durchbrüche weisen auf die Bergwerksstollen hin und verbinden so Realität und Sage miteinander. Die Durchlässigkeit des Berges symbolisiert die heutige Grenzsituation.
Der Tillenberg – die natürliche Grenze zu Tschechien –  ist keine „Barriere mehr von Hüben nach Drüben“, sondern ist Verbindungsglied zwischen unseren Ländern geworden.
Diese Aufgeschlossenheit wird auch im Brunnen ausgedrückt, „denn man blickt durch ihn hindurch“. Der Tillenberg und seine Umgebung bergen ein riesiges Trink- und Heilwasserreservoiraus dem der Ort Neualbenreuth und das Sibyllenbad versorgt werden. Dies wird im Brunnen deutlich dargestellt: Das Wasser kommt aus der Bergestiefe, durch Höhlen und über Vorsprünge plätschert es hinunter ins Brunnenbecken. Das sprudelnde Wasser weist auch auf die lebhafte Entwicklung der Marktgemeinde Neualbenreuth hin, die ohne dieses Wasser nicht denkbar wäre.

In das Bergmassiv sind acht verschiedene Sagengestalten eingearbeitet:

1. Der Egerländer Dudelsackpfeifer
2. Die Wahrsagerin Sibylle Weis (Bronze)
3. Die Tillenstadt und der Schwur der Zigeuner (Bronze)
4. Die Pascherin und ihre „Stadt Jerusalem“
5. Die Verfluchung der Tillenstadt
6. Der Berggeist vom Tillen
7. Die Frau ohne Kopf – Die Perlhenne
8. Die Zwerge

Sägewerk und Wasserrad

Rennermühle
Familie Kraus
Tel. +49 9638 222
michaela.kra@t-online.de

Es gab schon immer ein Wasserrad auf der Rennermühle. Das jetzige Rad läuft schon seit 25 Jahren, und zwar Tag und Nacht. Gelegentlich wird es im kleinen Sägewerk zum Holzsägen benötigt. Ansonsten speist das Wasserrad den Heizstab des Hackschnitzel-Heizwerkes mit Energie. Der Durchmesser des oberschächtigen Wasserrades beträgt fünf Meter.

Besuchen Sie uns, schauen Sie einfach vorbei.

Schloss Hardeck

Die mittelalterliche Burganlage diente als egrischer Ministerialsitz und als Befestigung gegen die räuberischen Wenden.
Sie erhebt sich in Hardeck auf einem Phyllitfelsen.
Nähere Informationen unter schloss-hardeck.de.vu

Sengerhof

Sengerhof mit entstehendem „Dokumentationszentrum Fraisch“, welchselnden Ausstellungen und verschiedenen Veranstaltungen.

Geöffnet Ostern bis Oktober immer Donnerstag bis Samstag von 14:00 bis 16:00 Uhr.

Ein kurzer Auszug der bewegten Geschichte des Hofes:

  • Der Sengerhof befand sich nachweislich seit 1733 im Besitz der Familie Schöner
  • Die vorhandenen Gebäude werden 1755 bis 1885 errichtet
  • Der Egerländer Vierseithof wurde mit rund 13 ha Grund bis zum Jahre 1973 bewirtschaftet
  • Die letzte Eigentümerin, Frau Anna Schöner („Senger-Anna“), vererbte nach ihrem Tod 1989 die Hofstelle „mit Haus, Hof und Inhalt“ an die Marktgemeinde Neualbenreuth
  • Nach umfangreicher Bestandsaufnahme, Inventarisierung und Dokumentation sanierte die Marktgemeinde Neualbenreuth die Hofstelle von 2004 bis 2006 zur Nutzung als „Kultur- und Dokumentationszentrum Fraisch“
  • Der Sengerhof wurde am 7. September 2007 seiner neuen Bestimmung übergeben
  • Die Sanierung wurde gefördert aus dem EU – Ziel 2 – Städtebauförderungsprogramm, vom Bayer. Staatsministerium für Wirtschaft, Forschung und Kunst, von der Bayer. Landesstiftung und vom Bezirk Oberpfalz